Wenn das Leben Dir Zitronen gibt, dann mache Limonade daraus….

Veröffentlicht am Kategorisiert in Kreativität/ Kunst und Psyche

So heißt doch der gängige Spruch, der immer so einfach klingt. In diesem Fall ist es keine Limonade geworden, sondern ein Zitronensorbet.

Wenn ich dies erzähle, würde der eine oder andere vielleicht denken, oh, wie kreativ. Die hat was aus ihren Zitronen gezaubert. Und dennoch, ist dies wirklich kreativ?

Ich würde sagen „Nein“, denn es fehlt so etwas wie die kreative Seele in diesem Zitronensorbet.

Denn letztendlich habe ich dieses Rezept aus dem Internet „gezaubert“, mich dabei mehr oder weniger daran gehalten und dann kam dieses, doch wirklich wohlschmeckende Dessert heraus. Also, letztendlich habe ich das Wissen und die Erfahrung eines anderen genutzt und dann Schritt für Schritt nachgemacht. Wie gesagt mit Abweichungen, aber nicht der Rede wert. Insofern habe ich abgeschrieben, so wie früher die Japaner, die alles fotografiert haben und dann kopiert haben. Letztendlich rede ich hier noch nicht einmal von der ganz hohen Oktave der Kreativität mit der Connection zu ganz oben. Nein, von der ganz simplen, da staple ich klein.

Wenn ich mich so umschaue in unserem Leben scheint dies gang und gebe zu sein. Es wird abgeschrieben, sei es aus Büchern, sei es von anderen, modelt es etwas um und schon nennt man es kreativ sein eigenes. Ist das, was wir heutzutage die angehende Kreativgesellschaft nennen? Ich nehme mal ein Beispiel und zwar unsere Kleidung. Es gibt bei youtube unzählige Videos über das, was wir anziehen können mit genauer Beschreiung und oft auch mit dem richtigen Link zu Anbieter der einzelnen Kleidungsstücke. Nun, da ist es mit dem persönlich guten Geschmack nicht mehr so wichtig, den kann ich mir abschauen. Und dennoch fehlt dort etwas, etwas wie der besondere Kick in diesen Outfits. Ewas, was nur zu dieser Person passt. Etwas, was ihre Seele zeigt.

Oder wir schreiben etwas aus Büchern ab, modellierenden Text etwas um, und verwenden es auf unseren Marketingseiten, um das Wissen, welches auf viel Erfahrung von jemand anderem beruht, als sein eigenes zu verkaufen. Kann man machen dieses für dumm verkaufen. Wie wohltuend ist es dann aber doch, seine eigene Erfahrungen und Erkenntnisse irgendwann mal in einem fremden Buch zu lesen und dann sagen zu können, diese Erfahrung und diese Erkenntnis habe ich auch gemacht . Dazu verweise ich gerne auf meine „Mantelgeschichte“ mit meinem daraus gewonnenen Zitat.

Natürlich ist es toll und hilfreich Anleitungen von jemand anderem zu bekommen und nicht durch alles selbst durchzumüssen. So viel Zeit haben wir gar nicht. Und dennoch dürfen wir es nicht verlernen und verlieren, denn sonst verlieren wir unser Gefühl für uns selbst und sind auf immer abhängig von anderen. Dies ist die eigentliche Gefahr von allem.

Deshalb, mache etwas, teste dich aus, mache Fehler, die dich aus deinem Inneren inspirieren sich zu verbessern. Gerade in meiner Forschungsreise mit dem Bleistiftzeichen habe ich so viel darüber gelernt, nicht nach Anleitung von vermeintlich Experten oder künstlerische bewanderten Menschen zu malen, sondern etwas für mich selbst herauszufinden und mich selbst auch zu spüren und kennenzulernen. Das kostete mich Zeit, Muße, Schweiß und wirklich ein sehr achtsames Vorgehen, aber, es hat sich gelohnt!

Und trotz allem, das Zitronensorbet hat mir geschmeckt und ich musste daraus auch keinen großen kreativen Prozess machen. Denn ich weiß, ich kann`s;-))) Nein, ehrlich…. Anleitungen sind wunderbar, zeitsparend und auch dadurch entstehen Ideen, die man dann weiterführen kann. Nur vergessen sollten wir den wahrhaft kreativen Prozess nicht. Der mit Blut und Schweiß, mit Gefahren des Verlustes und dem Erblicken der Freude und dich am Ende mit einer Seele entlässt.

Wenn du Lust hast mal bei meinem kostenfreien Format Forschungsreise mitzumachen, dann melde dich gerne an und ich halte dich auf dem Laufenden. Folge mir dazu auf Instagram oder schreibe mir unter info@sandra-beimgraben.de eine Nachricht mit dem Kennwort: Forschungsreise. Du wirst dann informiert, wenn dieses kostenfreie Format wieder startet.

Deine Forschungsgefährtin,

Sandra

PS: Und für alle, die dieses Zitronensorbet einmal nachmachen möchten, hier das Rezept:

Ca. 3-4 Portionen:

3/4 Tasse Honig – 3 Salbeiblätter – 1 1/2 Tassen wasser – 1 Tasse frisch gepresster Zitronensaft (etwas 6 Zitronen) – 1 El abgerieben Zitronenschale

Honig, Salbei und Wasser bei mittlerer Hitze zusammen in einem kleinen Topf erwärmen, bis sich der Honig ganz gelöst hat. Zitronensaft und abgeriebene Schale hinzufügen. Gut umrühren und im Kühlschrank abkühlen lassen. Salbeiblätter entfernen. Dann in Gefrierschrank und alle 30 Minuten rühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Bon appetit!

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